Welche dieser 5 Glücksverhinderer stehen Ihrem Glück im Weg?

Bild: ©Frederic Frognier-unsplash.com
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Was uns Menschen miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass wir uns alle nach einem zufriedenen, glücklichen und erfüllten Leben sehnen. Allerdings klaffen in der Regel Wunsch und Wirklichkeit ziemlich auseinander. Woran liegt das? Und wie können wir einen Ausweg aus diesem Dilemma finden?

Ich arbeite seit 8 Jahren mit Menschen. Menschen, die an Ängsten, Krisen, Depressionen und anderen seelischen Nöten leiden. Ich selbst bin in meinem Leben, schon früh mit Leid und Schmerz konfrontiert worden. Ich weiß was es bedeutet, durch Krisen zu gehen. Nun ich glaube, dass jeder Mensch sein Päckchen zu tragen hat. 

 

Aus heutiger Sicht kann ich für mich erkennen, dass diese Erfahrungen ein Geschenk waren. Dadurch hatte ich schon früh die Möglichkeit, mir Gedanken über das Leben zu machen. Ich habe mir viele Fragen gestellt und mit der Zeit eine Fülle von Antworten erhalten. 

 

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was Ihrem Glück im Weg steht? Und wie Sie es schaffen, ein friedvolles und fröhliches Leben zu führen? 

 

In diesem Artikel habe ich die häufigsten Glücksverhinderer zusammengestellt. Machen Sie sich bewusst, ob und welche dieser aufgelisteten Punkte, in Ihrem Leben wirksam sind. 

 

1. An der Vergangenheit festhalten

Ich glaube, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit Verletzungen, Enttäuschungen und Schmerz konfrontiert wird. Zumindest ist mir bisher noch niemand begegnet, der in seiner Vergangenheit nur Gutes erfahren hat. Besonders einschneidend sind belastende Erlebnisse und Grenzverletzungen in der Kindheit. Aber auch Schicksalsschläge, Krankheit und Tod können in eine ausgeprägte Hoffnungslosigkeit münden.

 

Die meisten Menschen haben gelernt, sich durch das Leben zu schlagen. Bis an dem Punkt, an dem der Leidensdruck unerträglich wird. Leidvolle Erfahrungen, die sich wie ein roter Faden durchs Leben ziehen, sind ein Anzeichen für unbewältigte Geschichten aus der Vergangenheit. An dieser Stelle ist es empfehlenswert, sich Unterstützung zu holen. Natürlich gibt es auch sehr widerstandsfähige Menschen, die es auch aus eigener Kraft schaffen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.

 

Wie stehen Sie zu Ihrer Vergangenheit? Gibt es Erlebnisse, die Ihr gegenwärtiges Leben beeinträchtigen? Möchten Sie noch daran festhalten? Wie lange?

 

Machen Sie sich bewusst, dass Sie jederzeit eine andere Wahl treffen können. Zum Beispiel, heute, im Hier und Jetzt. Es ist Ihre Entscheidung. 

 

2. Gefühle unterdrücken

Gefühle sind für die meisten Menschen ein heikles Thema. Besonders wenn es sich um unangenehme Gefühle handelt. Der Grund dafür ist, dass wir nicht gelernt haben, konstruktiv mit Gefühlen umzugehen. Gefühle können manchmal sehr bedrohlich für uns werden. Deshalb haben wir uns unterschiedliche Schutzmechanismen angeeignet, um mit bestimmten Gefühlen nicht konfrontiert zu werden.

 

Auch für mich waren Gefühle lange Zeit eher lästig als hilfreich. Meine Sensibilität und Feinfühligkeit habe ich über Jahre hinweg als Last empfunden. Mittlerweile habe ich meine Empfindsamkeit zu schätzen gelernt. Meditation, Achtsamkeit und Energiearbeit haben mir sehr dabei geholfen. Außerdem ist mir bewusst geworden, dass alle Gefühle ihren Raum brauchen. Nur solange wir uns erlauben, Trauer, Wut und Angst wahrzunehmen, können wir auch die Lebendigkeit, Glück und Liebe in vollem Maße genießen.

 

Wie gehen Sie mit Ihren Gefühlen um? Welche Gefühle verbieten Sie sich?

Was befürchten Sie, wenn Sie Ihre Gefühle fließen lassen? 

 

3. Vergleiche mit anderen

Vermutlich gehört es zur menschlichen Natur, sich mit anderen zu vergleichen. Es gibt uns eine gewisse Orientierung. Doch es kann auch sehr unzufrieden machen. Vor allem wenn man das Gefühl hat, dass andere grundsätzlich besser abschneiden als man selbst. Das schwächt das eigene Selbstwertgefühl und führt zu Frust und Ärger. Es ist wichtig, sich über diesen Mechanismus im Klaren zu werden. Jeder Mensch ist einzigartig und besonders.

 

Es bringt überhaupt nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Denn jeder hat seine Geschichte. Von außen betrachtet, sieht man ja meistens nur das, was man sehen möchte. Und die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen. Wir sehen vielleicht den Erfolg, den Luxus, das offensichtliche Glück. Doch wir wissen nicht, welche Hürden und Schwierigkeiten die betreffende Person bewältigen musste.

 

Wie oft vergleichen Sie sich mit anderen Menschen? Wie fühlen Sie sich dabei? Wie wäre es, den Fokus bei sich zu behalten? Was macht Sie einzigartig? Was sind Ihre Stärken? Was sind Ihre Werte?

 

4. In der Opferrolle gefangen bleiben

Gefühle von Hilf- und Machtlosigkeit entstehen häufig durch Grenzverletzungen in der Kindheit. Weitere Ursachen sind Unfälle, Katastrophen oder traumatische Situationen, in denen eine existenzielle Not entsteht. Solche Ereignisse hinterlassen natürlich Spuren. Deshalb ist es in vielen Fällen empfehlenswert, sich von einem geeigneten Therapeuten begleiten zu lassen. Das ermöglicht eine konstruktive Aufarbeitung der Begebenheiten.

 

Allerdings besteht die Gefahr, dass sich eine abhängige Beziehung zum Therapeuten entwickelt. Es gibt Menschen, die sich über viele Jahre hinweg in Therapien befinden, dennoch ändert sich kaum etwas. Das liegt daran, dass die meisten Menschen ihre Verantwortung abgeben. Sie glauben fälschlicherweise, dass Therapeuten oder Ärzte sie wieder „reparieren“ können. Was die Seele anbelangt, ist das jedoch ein großer Irrtum.

 

Es gibt auch Menschen, die sich wegen Kleinigkeiten endlos beklagen, jammern und in einer Endlosschleife lamentieren. Dadurch kann sich natürlich gar nichts verändern oder verbessern.

 

Es ist nur möglich aus diesem Kreislauf auszusteigen, wenn die betreffende Person für sich selbst Verantwortung übernimmt. Verantwortung für die Gedanken, Überzeugungen, Gefühle und Lebenssituationen. Das geht nicht von jetzt auf naher, sondern ist ein fortschreitender Prozess. Hierbei sind Geduld, Beharrlichkeit und Selbstmitgefühl erforderlich.

 

In welchen Situationen haben Sie das Gefühl, nichts bewirken zu können? Halten Sie unbewusst an einem negativen Selbstbild fest? Glauben Sie nichts Besonderes zu sein? Ständig zu versagen, oder einfach unfähig zu sein? Könnte auch das Gegenteil stimmen?

 

 

 

Verbandsmitgliedschaften


Mitglied beim Verband für Hypnose (DVH) e.V.

Mitglied beim Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.

Zur Person


Ramona Runcan

Heilpraktikerin für Psychotherapie,

Entspannungstrainerin, Hypnose Coach (TMI).

Seminarleiterin und Dozentin. Mehr lesen...

 

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