Hilfreiche Fragen, um aus der Problemtrance auszusteigen

Bild: ©jordan sanchez-unsplash.com
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Ich habe den Eindruck, dass die Problemtrance ein weitverbreitetes Phänomen ist. Zumindest ist das die Erfahrung, die ich sehr oft im Umgang mit anderen Menschen mache. Natürlich kenne auch ich Phasen, in denen ich das Gefühl habe, festzustecken. In diesem Artikel schreibe ich darüber, wie es gelingt,aus der Problemtrance auszusteigen.

Was ist eine Problemtrance?

Die Problemtrance beschreibt einen Zustand, in der eine Person ihre ganze Aufmerksamkeit ausschließlich auf das Problem richtet. Die permanente Beschäftigung mit einer problematischen Situation führt dazu, dass das Problem mit der Zeit immer größer erscheint. Das Ganze wird durch negative innere Dialoge, angsteinflößende Bilder und automatische Gedanken verstärkt.

 

Grundsätzlich neigen wir evolutionsbedingt dazu, dem Negativen mehr Beachtung zu schenken,als dem Positiven. Doch wenn dieser Automatismus zur Gewohnheit wird, können dadurch schwerwiegende Probleme entstehen.

 

In der Klinik kann ich das häufig beobachten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die betroffenen Personen an Ängsten, inneren Konflikten oder Beziehungsproblemen leiden. Durch Gespräche wird deutlich, welche Gedanken und Überzeugungen vorherrschend sind. Es ist offensichtlich, dass ihre Gedanken nahezu ununterbrochen um die Probleme kreisen.

 

Erleichterung finden diese Menschen kurzzeitig durch Ablenkung. Beispielsweise durch die unterschiedlichen Therapieangebote wie Musiktherapie, Reittherapie oder Bewegungstherapie. Doch meistens dauert es nicht lange, bis sich das Problem wieder zurückmeldet.

 

Vielen Menschen fällt es trotz Aufklärung über aufrechterhaltende Bedingungen schwer, die Zusammenhänge zu erkennen. Manche hoffen darauf, dass die Ärzte endlich eine geeignete Diagnose stellen oder die richtigen Medikamente verabreichen. Unglücklicherweise entstehen dadurch für gewöhnlich nur noch mehr Schwierigkeiten.

 

Was also tun, um aus der Problemtrance herauszukommen?

 

Die meisten Probleme sind hausgemacht. Ganz gleichgültig, in welcher Situation wir uns befinden, hängt es von unserer Sicht der Dinge ab, ob wir ein Problem daraus machen oder nicht.

 

Ein Problem zu haben ist ja nicht prinzipiell schlecht, sondern kann auch viele nützliche Aspekte beinhalten.

 

Vom Problem zur Lösung – Hilfreiche Fragen zur Problemlösung

Realitätscheck

 

  • Ist die Situation wirklich so schlimm?
  • Was ist das Gute an der Situation?
  • Was kann ich aus der Situation lernen?

 

Ressourcenorientierung

 

  • Wie habe ich in der Vergangenheit ähnliche Probleme gelöst?
  • Welche Eigenschaft hat mir dabei geholfen?
  • Welche Eigenschaft ist für die Bewältigung des Problems erforderlich?

 

Sinnorientierung

 

  • Wozu könnte eine solche Situation nützlich sein?
  • Inwiefern fordert mich die Situation auf, eingefahrene Bahnen zu verlassen?
  • Vor welche Aufgabe stellt mich die Situation?

 

Zielorientierung

 

  • Wenn das Problem gelöst wäre, woran würde ich das merken?
  • Was wäre anders als jetzt?
  • Wie fühle ich mich, wenn das Problem gelöst ist?

 

Energie folgt ja bekanntlich der Aufmerksamkeit, deshalb ist es sinnvoll, sich auf die Dinge zu fokussieren, die einem im Leben wichtig sind. Zum Beispiel Gesundheit statt Krankheit, Liebe statt HassErfüllung statt Mangelpersönliche Weiterentwicklung statt Stillstand

 

 

 

 

Verbandsmitgliedschaften


Mitglied beim Verband für Hypnose (DVH) e.V.

Mitglied beim Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.

Zur Person


Ramona Runcan

Heilpraktikerin für Psychotherapie,

Entspannungstrainerin, Hypnose Coach (TMI).

Seminarleiterin und Dozentin. Mehr lesen...

 

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