Wie Sie sich von belastenden Gefühlen befreien können - Teil 1

Bild: ©kirsten sturdivant-unsplash.com
Bild: ©kirsten sturdivant-unsplash.com

Im Laufe des Lebens gibt es immer wieder Situationen, die heftige Gefühle wie Ärger, Angst oder emotionalen Schmerz auslösen können. In solchen Situationen fühlen wir uns regelrecht überwältigt, ausgeliefert oder machtlos.

 

Worauf ein Mensch mit starken Gefühlen reagiert ist individuell verschieden. Hier spielen sowohl die persönliche Lebensgeschichte als auch die bisher gemachten Erfahrungen eine wichtige Rolle.

 

Es gibt auch bestimmte Gefühlsmuster, die sich im Laufe des Lebens immer wieder zeigen. Beispielsweise gibt es Menschen, die häufig mit brennender Wut, lähmender Angst oder tiefem Seelenschmerz konfrontiert werden.

 

Für solche Emotionen gibt es natürlich einen Ursprung. Die Ursachen sind meistens emotional belastende Erfahrungen und seelische Verletzungen aus der Vergangenheit, die meistens nicht ausreichend und angemessen bewältigt werden konnten. Oder es werden persönliche Grenzen überschritten und Bedürfnisse missachtet.

 

Falls solche unangenehmen Gefühle wiederholt auftreten und die Lebensqualität beeinträchtigen, ist es sinnvoll sich therapeutische Unterstützung zu suchen. Trotzdem bleibt die Verantwortung bei Ihnen. Weil kann anderer Mensch solche Gefühle “wegmachen” kann, auch wenn sich das die meisten Menschen wünschen.

Hier sind ein paar Vorgehensweisen, die Ihnen dabei helfen, sich von starken Gefühlen zu distanzieren. Selbstverständlich ist es notwendig, diese ganzen Maßnahmen einzuüben und zu verinnerlichen.

Ein hilfreicher Satz, den Sie verinnerlichen können ist:

 

Ich habe Gefühle, aber ich bin NICHT meine Gefühle! Ich bin der BEOBACHTER meiner Gefühle und kann diese bewusst wahrnehmen und beschreiben.

 

Liebevolle Zuwendung und Präsenz

Gestatten Sie sich Ihre Gefühle zu fühlen – Ihre Emotionen fließen zu lassen. Das ist für die meisten von uns der schwerste Schritt. Denn wir versuchen meistens alles, um unsere belastenden Gefühle zu verdrängen oder zu betäuben. Doch dadurch meldet sich das Gefühl immer wieder. Es weist uns auf etwas hin, dass noch nicht vollständig geheilt ist.

 

EntIdentifizierung vom belastenden Gefühl

Ziehen Sie sich falls möglich an einen ruhigen Ort zurück. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Körper und Ihre Körperempfindungen. Etikettieren Sie gedanklich, was Sie gerade empfinden. Zum Beispiel “Kälte”, “Hitze”, “Spannung”, “Druck”, “Enge”, “Energielosigkeit”, “Leere”, “Unruhe”.

 

Erkennen Sie, welche Gedanken und Urteile sie bezüglich Ihrer Gefühle haben. Halten Sie es für unerträglich, katastrophal, furchtbar, schrecklich, grausam oder vernichtend?

 

Sie können sich von starken Gefühlen distanzieren, indem Sie Ihre Gedanken dazu verändern. Also, statt “ich bin” wütend, traurig, ängstlich, könnten Sie sagen, “ich empfinde” gerade Trauer, Ärger. Alternativ können Sie mit “da ist”… “Ich bemerke”…Ihre Empfindungen benennen.

 

Wenn wir die Art und Weise verändern, wie wir die Dinge betrachten, werden sich die Dinge,   die wir betrachten, verändern.

 

Wayne Dyer

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Verbandsmitgliedschaften


Mitglied beim Verband für Hypnose (DVH) e.V.

Mitglied beim Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.

Zur Person


Ramona Runcan

Heilpraktikerin für Psychotherapie,

Entspannungstrainerin, Hypnose Coach (TMI).

Seminarleiterin und Dozentin. Mehr lesen...

 

Meine Vita und Weiterbildungen. Klick...


Praxisadresse