Bewusstheit für das Wunder des eigenen Körpers entwickeln

Bild. Fotolia - © Nejron Photo
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Unser Körper ist ein faszinierendes Wunderwerk der Natur. Es steuert ununterbrochen zahlreiche lebensnotwendige Abläufe. Das ist für uns so aber so selbstverständlich, dass wir uns meistens nicht die Zeit nehmen unserem Körper die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.

Die faszinierenden Leistungen unseres Körper - ein paar Zahlen

Unser Herz pumpt jeden Tag mehrere Tausend Liter Blut - ca 8000 Liter durch unseren Körper.

Der Körper enthält ca 100 Billionen Zellen. Pro Minute werden 300 Millionen neue Zellen produziert, um verbrauchte und abgestorbene Zellen zu ersetzen.

 

Unser Atemsystem versorgt unseren Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff und befreit uns von dem Abfallprodukt Kohlendioxid. Erwachsene atmen durchschnittlich 12-15 Atemzüge pro Minute. Je nach körperlicher Betätigung steigen oder sinken die Atemzüge. Im Durchschnitt nehmen wir pro Tag bis zu ca. 20 000 Tausend Atemzüge.

 

Das Skelett besteht aus 206 Knochen. Es schützt unsere innere Organe und verleiht dem Körper die erforderliche Stabilität. Zudem ermöglicht es uns, bis zu 100 verschiedene Bewegungsabläufe auszuführen.

Das Gehirn, unsere Denkmaschine kontrolliert, analysiert und interpretiert alles was wir tun, sehen oder hören. Das zentrale Nervensystem reguliert Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Pulsfrequenz, Blutdruck, Verdauung und den Stoffwechsel. Normalerweise können wir, zumindest nicht dauerhaft, bewusst auf die vegetativen Funktionen einwirken.

 

Möglichkeiten um die vegetativen Funktionen aktiv zu beeinflussen sind: Yoga, tiefe Entspannung, Meditation, Autogenes Training, Achtsamkeitstraining oder mentale Techniken und Hypnose.

 

Das Gehirn besteht aus ungefähr 100 Milliarden Nervenzellen sowie 100 Billionen Synapsen, sprich neuronale Verknüpfungen und Verbindungen. Neurologen behaupten, dass unser Gehirn viel leistungsfähiger als jeder Hochleistungsrechner ist!

 

Hormone sind chemische Botenstoffe, die für eine Vielzahl von unverzichtbaren Funktionen im Körper zuständig sind. Das Hormonsystem ist zuständig für Wachstumsprozesse, die Fortpflanzung und die Verdauung.

 

Unsere Haut ist das größte Organ und umhüllt unseren Körper mit bis zu ca. 2 Quadratmeter Haut. Sie dient unter anderem als natürliche Grenze zur Außenwelt. Weiterhin schützt sie uns vor mechanischen und chemischen Einflüssen. Die Haut hat 500 Tausend Tastsensoren, die meisten befinden sich an den Fingern.

 

Der Körper repariert und erneuert sich zudem kontinuierlich selbst. Das Ganze passiert automatisch und nebenbei, ohne das wir uns Gedanken darüber machen müssen.

 

Ist das nicht wundervoll?

Das ist meiner Meinung nach Grund genug, sich mehr mit dem eigenen Körper zu beschäftigen und diese Leistungen zu würdigen.

 

 

Auf den eigenen Körper achten, damit er auch in Zukunft fit und gesund bleibt

 

Ich beobachte immer wieder, dass viele Menschen Ihren Körper völlig außer Acht lassen. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Häufig liegt der Fokus ausschließlich auf den mentalen und geistigen Fähigkeiten.

 

Andere wiederum betrachten Ihren Körper als Feind, weil er nicht so funktioniert wie er “sollte” und sie regelmäßig von bestimmten Beschwerden geplagt werden. Dabei sind körperliche Beschwerden oftmals wichtige Signale, dass etwas in unserem Leben im Ungleichgewicht ist.

 

Viele lassen sich einfach gehen, essen und trinken unbewusst und verzichten auf körperliche Bewegung an der frischen Luft.

 

Wie Sie mit Achtsamkeit Ihr Körperbewusstsein verbessern können

  • Üben Sie sich darin, Ihrem Körper mehrmals am Tag bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. Sie können das unmittelbar nach dem Aufwachen tun. Bevor Sie aufstehen, können Sie in den Körper hineinspüren. Wie fühlt sich Ihr Körper an? Was können Sie wahrnehmen?
  • Lassen Sie es zu einer neuen Gewohnheit werden, sich jeden Morgen vor dem Aufstehen ausgiebig zu recken und zu strecken. Atmen Sie zusätzlich tief in den Bauch hinein und stehen dann behutsam auf. Werden Sie sich Ihres Körpers gewahr, statt fluchtartig das Bett zu verlassen.
  • Machen Sie sich auch tagsüber immer wieder bewusst, wie sich Ihr Körper in verschiedenen Situationen anfühlt.
  • Achten Sie bewusst darauf, wie sich unterschiedliche Gedanken und Gefühle, auf Ihren Körper auswirken.
  • Bewegen Sie Ihren Körper zwischendurch, vor allem wenn Sie viel vor dem PC arbeiten. Kreisen Sie die Schultern, zuerst nach hinten, dann nach vorne. Drehen oder kreisen Sie den Kopf behutsam. Heben Sie abwechselnd die Füße vom Boden, zuerst Zehen in den Boden drücken, dann die Fersen. Oder kreisen Sie die Füße. Das aktiviert die Muskelpumpe in den Waden und fördert die Durchblutung.
  • Atmen Sie tagsüber wiederholt, tief und bewusst durch die Nase in den Bauch ein und wieder aus.

Dem Körper danken

Nehmen Sie sich – am besten jetzt, etwas Zeit um Ihren Körper zu danken. Schließen Sie Ihre Augen und machen Sie sich bewusst, was Ihnen Ihr Körper alles ermöglicht. Sie können die Welt um sich herum sehen, hören, riechen, schmecken und tasten.

 

Natürlich empfiehlt es sich, diese Übung so oft wie möglich zu machen. Am besten täglich und auch wenn Sie sich körperlich oder seelisch nicht so wohl fühlen.

 

 

“Die Achtsamkeit des Körpers erlaubt uns, unser Leben ganz zu leben”.

 Jack Kornfield

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Verbandsmitgliedschaften


Mitglied beim Verband für Hypnose (DVH) e.V.

Mitglied beim Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.

Zur Person


Ramona Runcan

Heilpraktikerin für Psychotherapie,

Entspannungstrainerin, Hypnose Coach (TMI).

Seminarleiterin und Dozentin. Mehr lesen...

 

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