Mutig eigene Grenzen überwinden

Bild Fotolia - © lassedesignen
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Es gibt Menschen, die von Natur aus risikofreudiger sind und dadurch neuen Lebenssituationen mutig begegnen können. Andere dagegen sind eher zurückhaltend, ängstlich und zaghaft. Ist es für solche Menschen überhaupt möglich, sich Mut anzueignen? Die Antwort lautet definitiv Ja! Wie das geht? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum ist Mut so wichtig?

Jeder Mensch, der in seinem Leben etwas verändern, bewirken oder erreichen möchte, wird über kurz oder lang mit seinen eigenen Ängsten konfrontiert. Manche bekommen schon allein bei der Vorstellung an eine Veränderung, ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Andere machen die Erfahrung, dass sie nach anfänglichem Enthusiasmus der Mut plötzlich verlässt.

 

In beiden Fällen ist Mut notwendig. Ob es darum geht den ersten Schritt zu wagen, oder beharrlich und entschieden das zu tun, was notwendig ist, um seine Herzenswünsche zu verwirklichen.

In dem Buch "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen", hat die australische Krankenschwester und Autorin Bronnie Ware, folgende Erkenntnisse zusammengefasst:

 

  1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.
  2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
  4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.
  5. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.

Wer sein Leben nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen gestalten möchte, braucht Mut, Selbstvertrauen und Entschiedenheit!

 

Es gibt wahrscheinlich nur eine geringe Anzahl von Menschen, die uns bei der Verwirklichung unsere Pläne, voll und ganz zu Seite stehen. Die meisten Menschen zweifeln vielmehr an allem, was nicht der Norm entspricht oder wissenschaftlich belegt ist. Sie sehen statt Möglichkeiten nur Grenzen und Hindernisse. Sie finden permanent Argumente, weshalb es sowieso nicht funktionieren kann.

Wer seinen Geist zusätzlich mit Negativschlagzeilen aus Funk und Fernsehn füttert, braucht sich nicht zu wundern, wenn er überall nur noch Gefahren befürchtet.

 

Warum fehlt so vielen Menschen der Mut?

 

Laut Studien gibt es eine genetische Veranlagung dafür, ob ein Mensch eher ängstlich oder mutig ist. Andererseits spielt natürlich das soziale Umfeld, eine entscheidende Rolle bei der Entstehung eines ängstlichen Charakters.

Kinder die von ihren Bezugspersonen wenig, beziehungsweise gar nicht ermutigt oder bestärkt wurden, trauen sich demnach weniger zu. Aber auch eine Überbehütung führt dazu, dass ein Kind das Gefühl bekommt, schwach und unfähig zu sein.

 

Ein weiterer Grund ist das Sicherheitsdenken in vielen Köpfen. Versicherungsvertreter verdienen ihr Geld mit der Angst ihrer Kunden. 

 

Solange wir unseren Fokus permanent auf die Dinge richten, die schief gehen könnten, erzeugen wir selbst Angst in unserem Geist, und bleiben in der Regel handlungsunfähig.

 

Was bedeutet es mutig zu sein?

Viele Menschen glauben, dass mutige Menschen völlig frei von Angst sind. Doch das ist ein Irrtum. Natürlich empfindet jeder Mensch - in unterschiedlichen Lebensphasen Angst. Angst gehört zu den Grundemotionen der Menschen. Der Unterschied ist nur, dass mutige Menschen trotz ihrer Ängste handeln und in Bewegung kommen, statt sich von ihrer Angst blockieren zu lassen.

 

Was Sie tun können, um mutiger zu werden

 

Ob Sie sich mutig oder ängstlich fühlen, hängt davon ab, welche Gedanken oder Einstellungen Sie zu bestimmten Dingen haben.

 

Deshalb besteht der erste Schritt darin, Bewusstheit über die automatisch ablaufenden Denkgewohnheiten zu gewinnen.

 

Innere Achtsamkeit ermöglicht Ihnen herauszufinden, durch welche Gedanken, Bewertungen oder Überzeugungen die Angst hervorgerufen wird.

 

Schreiben Sie alle Befürchtungen auf, damit Sie einmal schwarz auf weiß sehen, was sich in Ihrem Kopf abspielt.

 

Nach dem ABC - Modell vom amerikanischen Psychologen und dem Begründer der Rational -Emotiven Verhaltenstherapie Albert Ellis, können Sie Folgendes notieren:

 

A = Activatining Event

Was ist der Auslöser? Welches Ereignis löst Angst aus? Zum Beispiel einen Vortrag halten, einen neuen Job antreten?

 

B = Belief

Welche Glaubenssätze oder Einstellungen haben Sie zu diesen Situationen? Sind die Gedanken rational, oder irrational?

 

Setzen Sie sich selbst unter Druck, indem Sie vielleicht denken: "Wenn ich bei dem Vortrag einen Fehler mache, halten mich alle für inkompetent? Oder denken Sie:"Ich freue mich auf die Menschen, die sich für meinen Vortrag interessieren, und bin bestens darauf vorbereitet?

 

C = Consequence

Welche Verhaltensweisen und Reaktionen treten durch die entsprechenden Gedanken auf? Fühlen Sie sich ängstlich oder kraftvoll? Trauen Sie sich zu etwas Neues zu wagen, oder lassen Sie es stattdessen doch lieber sein?

 

Stoppen Sie den Teufelskreislauf der Angst! 

 

Entspannen, visualisieren und meditieren reduziert Ängste und lässt unseren Geist weiter werden

 

Es ist physiologisch nicht möglich, entspannt zu sein und gleichzeitig Angst zu empfinden. Deshalb werden Entspannungsverfahren bei allen Formen von Ängsten empfohlen. Durch regelmäßiges Training können Ängste nachweislich abgebaut werden.

 

Durch kontinuierliche Achtsamkeitsmeditationen, können wir lernen unsere Ängste wohlwollend, sanft und liebevoll zu betrachten. Die Angst willkommen heißen, wie einen Besucher der ab und zu vorbeikommt.

 

Visualisierungstechniken bewirken, dass wir uns in die gewünschte - ideale Ausgangssituation hineinversetzen können. Ganz nach dem Leitgedanken von Walt Disney: "If you can dream it, you can do it".

 

 

Machen Sie sich bewusst, was Sie alles erreichen können, wenn Sie über Ihren eigenen Schatten springen und etwas neues ausprobieren. Ich wünsche Ihnen dabei viel Kraft, Mut Zuversicht und natürlich Freude.

 

Sie benötigen Unterstützung beim Lösen von Ängsten? Ich stehe Ihnen gerne zur Seite und freue mich über Ihre Kontaktaufnahme! 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Petra Schwehm (Mittwoch, 10 Dezember 2014 16:52)

    Ein wunderschöner Artikel, liebe Ramona!
    Die Ängst willkommen heißen und durch sie hindurchgehen - ja, das ist eine Übungssache, finde ich. Und wie du schreibst, Visualisieren hilft da sehr. Ich höre mir vor dem Schlafengehen oft und gerne Visualisierungen und Meditationen untermalt mit schöner Musik an.

    Alles Liebe,
    Petra

  • #2

    Ramona Runcan (Mittwoch, 10 Dezember 2014 19:31)

    Liebe Petra,
    vielen Dank für dein Feedback! Freut mich, dass dir der Artikel gefällt. :-)
    Bei mir kommen Visualisierungsübungen und Meditationen schon seit einiger Zeit zur Anwendung. Dadurch konnte ich in der Zwischenzeit diverse Ängste und Blockaden auflösen. Doch es erfordert regelmäßige Praxis. Die Zeit vor dem Schlafengehen finde ich persönlich auch bestens geeignet. Ich finde es toll, den Tag mit guten Gedanken und Gefühlen abzuschließen.

    Herzliche Grüße
    Ramona

Verbandsmitgliedschaften


Mitglied beim Verband für Hypnose (DVH) e.V.

Mitglied beim Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.

Zur Person


Ramona Runcan

Heilpraktikerin für Psychotherapie,

Entspannungstrainerin, Hypnose Coach (TMI).

Seminarleiterin und Dozentin. Mehr lesen...

 

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