Krise als Entwicklungschance

Bild: ©philip cordts-unsplash.com
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Das Wort Krise stammt aus dem griechischen und bedeutete anfänglich so viel wie Beurteilung oder Entscheidung. Heutzutage verwenden wir den Begriff Krise, für eine Verschlimmerung einer bestehenden oder unvorhersehbaren schwierigen Situation.

 

Für die Psychotherapeutin Verena Kast sind Krisen Übergänge in neue Lebensphasen, die dazu dienen, schöpferische Entwicklungsphasen in Gang zu setzen. Obwohl Krisen schmerzhaft sind, können sie dazu beitragen einen neuen Weg zu den eigenen Stärken und Kraftreserven zu finden.

 

In manchen Fällen ist eine Krise notwendig, um destruktive Lebensweisen zu überdenken und eine Veränderung im Leben vorzunehmen. In der Not ist es möglich, die erforderliche Wendung vorzunehmen.

 

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, welche enorme Kraft aus einer kritischen Lebensphase zum Vorschein kommen kann. 

 

Was wir tun können, um eine Krise konstruktiv zu überwinden

Gefühle wahrnehmen und benennen

  • Geben Sie sich selbst die Erlaubnis Ihre Gefühle zu empfinden.
  • Geben Sie Ihren Gefühlen ausreichend Zeit und Raum.
  • Stellen Sie sich das Gefühl als eine Welle vor, die kommt und geht.
  • Nehmen Sie ganz bewusst die unterschiedliche Intensität der jeweiligen Emotion wahr.
  • Versuchen Sie Ihre Emotionen weder zu blockieren, abzuwehren oder loszuwerden.
  • Nehmen Sie Ihre dazugehörigen Körperreaktionen wahr. Erleben Sie Ihre Gefühle, egal wie stark diese sind. Erforschen Sie diese so lange, bis sie sich allmählich auflösen.
  • Benennen Sie Ihre Gefühle auf einer Skala von 0-100.
  • Beobachten Sie Ihre Gedanken und Ihre Handlungsimpulse.
  • Machen Sie sich bewusst, dass Sie Gefühle haben, Sie jedoch nicht das Gefühl sind.

Anerkennen was geschehen ist

  • Machen Sie sich bewusst, was geschehen ist. Es kann unter Umständen hilfreich sein noch einmal "hinzusehen" und sich zu sagen: Das ist passiert.. So war es..
  • Trauer zulassen. Nehmen Sie Ihre Gefühle wahr und spüren Sie die Trauer über einen Verlust, eine Niederlage, eine Enttäuschung, einen Schicksalsschlag.
  • Annehmen, was passiert ist, bedeutet nicht es gut zu finden, sondern es als einen Teil der persönlichen Lebensgeschichte zu würdigen.
  • Loslassen, was geschehen ist.  Das kann durch ein passendes Abschiedsritual erfolgen.
  • Entscheidung für einen neuen Weg. Entwickeln Sie einen zufriedenstellenden Lebensentwurf. Sagen Sie "Ja" zu sich selbst und Ihrem Leben.

Radikale Akzeptanz dessen was ist

 

Radikale Akzeptanz ist eine Haltung, die wir in Bezug auf unabänderliche und unwiderrufliche Dinge einnehmen können. Bei dieser annehmenden Haltung geht es darum unsere Gedanken, Gefühle und Reaktionen auf eine bestimmte Situation so anzunehmen, wie sie sind.

 

  • Zum Beispiel die Tatsache an einer unheilbaren Krankheit zu leiden und die Angst vor den Spätfolgen zu haben. Diesen Umstand anerkennen und sich sagen. So ist es.
  • Die Tatsache, dass ein geliebter Mensch an einer psychischen oder körperlichen Erkrankung leidet und wir selbst darauf keinen Einfluss darauf haben. Diesen Umstand anerkennen und sich sagen.  Ja, so ist es.
  • Die Tatsache schmerzhafte Erfahrungen in der Kindheit erlebt zu haben, die sich negativ im Leben auswirken anerkennen, und sich sagen. So ist es.

 

Annahme und Akzeptanz ist das Gegenteil von Widerstand. Innerer Widerstand erzeugt Stress und Unruhe. Es verstärkt unser Leiden und vergrößert das Problem. Akzeptanz bringt uns Frieden und hilft uns dabei eine konstruktive Lösung zu finden, damit sich unser Leben auf positive Art entfalten kann.

 

 

 

 

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Mitglied beim Verband für Hypnose (DVH) e.V.

Mitglied beim Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.

Zur Person


Ramona Runcan

Heilpraktikerin für Psychotherapie,

Entspannungstrainerin, Hypnose Coach (TMI).

Seminarleiterin und Dozentin. Mehr lesen...

 

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