Achtsamer Umgang mit belastenden Gedanken

Bild: ©-denys-nevozhai-unsplash.com
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Eine gereizte, depressive oder angstvolle Stimmungslage ist häufig das Resultat negativer Gedankengänge. Den meisten Menschen ist das noch nicht einmal bewusst. Sie glauben sogar, Ihren Gedanken und Gefühlen völlig ausgeliefert zu sein. Aus diesem Grund kreisen Ihre Gedanken Tag für Tag um die gleichen Probleme, Themen oder Fragen.

Durch Achtsamkeit negative, gewohnheitsmäßige Gedanken erkennen

Viele Menschen lassen sich von ihrer Gedankenflut völlig überwältigen. Sie wissen weder ein noch aus. Sie machen sich permanent Gedanken um das bestehende Problem, denn sie glauben, es dadurch schneller lösen zu können. Dennoch kommen sie auf keinen grünen Nenner. Die Frustration, das Problem wird stattdessen umso größer und komplizierter. Es ist wie beim Treibsand, je mehr sich der Mensch bewegt, desto tiefer sinkt er nach unten.

 

Achtsamkeit bedeutet, Bewusstheit über diese Zusammenhänge zu bekommen!

 

Durch kontinuierliche Selbstbeobachtung werden Sie mit der Zeit immer sensibler für Ihre gewohnheitsmäßigen Gedankengänge. Achtsamkeit bedeutet in erster Linie zu bemerken, was sich immer wieder in Ihrem Kopf abspielt. Achtsamkeit bedeutet auch, die Urteile und Bewertungen in Bezug auf bestimmte Gedanken einfach nur wahrzunehmen.

 

Achtsamer Umgang mit Gedanken

 

1. Innehalten

Legen Sie in Situationen in denen Sie sich aufgewühlt und angespannt fühlen, eine Pause ein und halten Sie inne. Am besten ist es, sich an einem ungestörten Ort zu begeben. Bringen Sie Ihren Körper zur Ruhe, und lauschen Sie dem Lärm Ihrer Gedanken. Treten Sie einen Schritt zurück und bemerken Sie, was Ihnen alles durch den Kopf geht.

 

2. Akzeptieren

Üben Sie sich darin, alle Gedanken vorerst anzunehmen. Akzeptieren Sie Ihre destruktiven, sorgenvollen, angstvollen, wütenden und traurigen Gedanken. Sie dürfen diese Gedanken haben. Es ist vollkommen in Ordnung. Manchmal sind Zweifel, Misstrauen und Ängste absolut angemessen. Doch lassen Sie nicht zu, dass Ihnen Ihre Gedanken das Leben zur Hölle machen. Es handelt sich ja nur um Gedanken. Gedanken, die Sie aufgrund Ihrer Lebensgeschichte in sich tragen. Erkennen Sie, dass Sie viel mehr als Ihre Gedanken sind.

 

3. Loslassen

Betrachten Sie Ihre Gedanken aus der Adlerperspektive, so als ob Sie sich selbst von oben beobachten. Lassen Sie Ihren Gedankenfluss vollkommen frei fließen. Bemerken Sie Ihren teilweise völlig sprunghaften und zerstreuten Geist. Nehmen Sie die Abfolge Ihrer Gedanken, so neugierig und interessiert wie möglich wahr. Halten Sie nichts fest. Lassen Sie alle Gedanken an Ihnen vorbei ziehen. Gedanken sind keine Tatsachen! Gedanken können verändert werden. Allerdings ist hierbei eine bewusste Entscheidung und Offenheit für neue Sichtweisen erforderlich.

Übung: Im Hier und Jetzt ankommen

 

Manchmal lösen bestimmte Situationen, Begegnungen oder Gegebenheiten unerwartet etwas in uns aus. Wir schweifen gedanklich in die Vergangenheit ab, und erinnern uns an schmerzliche Erfahrungen. Vielleicht gleiten wir gedanklich auch in die Zukunft ab und verlieren uns in Befürchtungen. Diesen Kreislauf können wir durchbrechen, indem wir ganz bewusst ins Hier und Jetzt kommen.

 

Dabei wird die Aufmerksamkeit auf die Sinneskänale gelenkt

  • Was sehe ich gerade?
  • Was höre ich gerade?
  • Was rieche ich gerade?
  • Was schmecke ich gerade?
  • Was spüre ich gerade? Welche Körperempfindungen nehme ich wahr?

Diese Übung können Sie ganz bequem in Ihren Alltag integrieren. Am besten lassen Sie es zur einer neuen, konstruktiven Gewohnheit werden.

 

 

 

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Mitglied beim Verband für Hypnose (DVH) e.V.

Mitglied beim Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.

Zur Person


Ramona Runcan

Heilpraktikerin für Psychotherapie,

Entspannungstrainerin, Hypnose Coach (TMI).

Seminarleiterin und Dozentin. Mehr lesen...

 

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